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Streuobstwiesen in Aulendorf

„Wir haben einen Schatz gefunden!“ Stolz zeigt eine Schülerin der Klasse 6 des Gymnasiums Aulendorf  ihren Klassenkameraden ein von Erde bedecktes, rostiges Hufeisen, das sie beim Graben gefunden haben.  Mit Schaufeln und Spaten bewaffnet stehen die 17 Schüler/Innen mit  ihren Lehrerinnen Frau Gottwald und Frau Birkler sowie dem Schulleiter des Gymnasiums, Herrn Binder, auf der Wiese von Uwe Dittberner und seiner Familie in Tannweiler und graben 22 Löcher in den Boden, denn hier soll eine Streuobstwiese entstehen.

Jedes Jahr finden in der Woche vor den Herbstferien im Gymnasium Aulendorf besondere Projekte für alle Klassen statt. Während beispielsweise die Schüler/Innen der Klassen 9 ein Sozialpraktikum absolvieren, beschäftigt sich die 6. Klasse mit dem Thema „Ernährung“.  Da dies nicht nur theoretisch geschehen soll, wurden die Supermärkte der Umgebung erkundet, gemeinsam gekocht, Schokolade getestet und eine Streuobstwiese gepflanzt, finanziell unterstützt  von der Initiative  „Ravensburg mach Sinn“ des Wirtschaftsforum Pro Ravensburg. Als die Kinder am Mittwoch, 24.10., zum ersten Mal  die Wiese mit den 22 Pflöcken, die die Pflanzstellen anzeigten, sahen, waren sie zuversichtlich, das ganz schnell hinzubekommen. Wie viel Arbeit dahinter steckt, wurde ihnen erst beim Graben bewusst. Bald hatten alle rote Backen und die Schuhe und Hosen waren mit Erde bedeckt. Gegen Mittag waren dann alle Löcher ausgehoben und der erste Baum konnte gepflanzt werden. Schritt für Schritt erklärte Uwe Dittberner den Kindern, warum beispielsweise erst ein Pflanzkorb in das Loch eingesetzt werden muss, um die Wurzeln vor Wühlmäusen zu schützen und warum es wichtig ist, Streuobstwiesen als Lebensraum für Insekten und Vögel zu erhalten. Nach dem gemeinsamen Mittagessen in der warmen Backstube mit frisch gebackenem Brot und Gulaschsuppe waren alle fleißigen Arbeiter wieder aufgewärmt und motiviert, auch die restlichen Bäume zu pflanzen. Fast schon professionell setzten die Kinder die Bäume in die Körbe, bedeckten sie mit Erde und brachten am Ende noch einen Bissschutz an, um die jungen Bäume vor Rehen zu schützen. Der restliche Nachmittag zeigte den Kindern, dass die Streuobstwiese nicht nur wichtiger Lebensraum für Vögel und Insekten ist, sondern deren Produkte auch ein Leckerbissen für Menschen sind. Nachdem erst gemeinsam Äpfel auf einer benachbarten Wiese gesammelt wurden, wurde von Hand Apfelsaft gepresst. Dieser konnte gleich frisch aus der Presse probiert werden und die Schüler/Innen waren sich einig, dass dies der beste Apfelsaft sei, den sie je getrunken haben.  Zahlreiche Flaschen wurden mit dem „goldenen Schatz“ gefüllt und als Erinnerung an einen ereignisreichen Tag mit nach Hause genommen.

Mit dem Fördergeld von Ravensburg macht Sinn® in Höhe von 850 € konnte bei der Finanzierung des Projektes geholfen werden.

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