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Patenschaft für Streuobstwiese

Frisch gepressten Apfelsaft aus heimischem Obstanbau durften Eugen Müller, Geschäftsführer der Ravensburg macht Sinn GmbH, und Gerhard Engele, Leiter der Wirtschaftsförderung Stadt Ravensburg, in der Stefan-Rahl-Grund- und Haupt- mit Werkrealschule in Obereschach kosten. Der tolle Geschmack überzeugte, das Projekt, für das die beiden einen Scheck in Höhe von 2000 Euro aus dem „Ravensburg macht Sinn“-Fördertopf überbrachten, auch. 

Vor etwa einem Jahr hat die Schule die Patenschaft für eine Streuobstwiese am Ortsausgang zwischen Oberhofen und Sickenried übernommen – mit allem, was dazu gehört.  Entstanden ist mittlerweile eine gut funktionierende Schülerfirma, bestehend aus Schülern der Klassen 8 und 9, die sich um die Pflege der  Streuobstwiese, die Obsternte sowie um die Verarbeitung des Obstes und die Vermarktung des frisch gepressten Bio-Apfelsaftes kümmert.  

Die Kollegen seien sofort von der Idee dieser Patenschaft begeistert gewesen, berichtete Rektorin  Monika Glosser. Über Projekttage oder spezielle Aktionen sei zwischenzeitlich die gesamte Schule in das Projekt involviert. Die rund 1,5 Hektar große Fläche mit rund 40 Apfel- und Birnbäumen werde vom Kompetenzzentrum Obstbau Bodensee (KOB) zur Verfügung gestellt. Von dort erhalten Lehrer und Schüler auch fachliche Unterstützung für ihre Patenschaft. „Auf der Obstwiese gibt es elf verschiedene Apfelsorten, darunter auch alte Sorten wie Boskoop oder Sonnenwirtsapfel“, so Lehrer Helmut Fischer. 

Die Schülerfirma agiere in drei Gruppen. Einem Team obliegen Wirtschaft und Verwaltung inklusive Öffentlichkeitsarbeit, das zweite ist  für Ökologie und Landschaftsbau zuständig, das dritte für Technik und Produktion. Während die Ökogruppe von Lehrerin Monika König beispielsweise frische Bäume pflanzte, den Obstbäumen so genannte Drahthosen als Schutz verpasste oder Nistkästen für Höhlenbrüter aufstellte, entwickelte das Technik- und Produktionsteam von Lehrer Helmar Fischer verschiedene Gestelle für den Ausschank von Apfelsaftboxen.
„Drei verschiedene Gestelle wurden getestet, eines ging dann in Serienproduktion von 100 Stück“, erzählte Fischer. Das Pressen des Saftes habe allein 1500 Euro gekostet, berichtete Lehrer Rainer Wagner. Mit dem Geld aus dem Projekt Ravensburg macht Sinn werde die Schule jetzt eine eigene Saftpresse anschaffen können. „Dann werden wir durch den Verkauf des Apfelsafts endlich auch schwarze Zahlen schreiben“, freuten sich die Schüler. „Wir hätten nie gedacht, wie viel Arbeit Pflege und Bewirtschaftung einer solchen Streuobstwiese machen“, gestanden sie, aber: „Das Projekt macht uns allen großen Spaß.“ Es sei schön, dass das Grundstück jetzt so toll genutzt werde, betonte Ortsvorsteher Holger Lehr, der der Schule für die gelungene Projektumsetzung, dem KOB für die Unterstützung und dem Projekt „Ravensburg macht Sinn“ für die Förderung dankte. Die Kooperation mit dem Kompetenzzentrum sei nicht zuletzt ausschlaggebend für die Förderung gewesen, betonte Gerhard Engele. Das Streuobstwiesen-Projekt zeichne sich durch hohe Nachhaltigkeit aus.         

 

 

Das Kooperationsprojekt der Stefan-Rahl-Schule mit dem Kompetenzzentrum Obstbau wird von Ravensburg macht Sinn® mit 2.000 € unterstützt.

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