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Digitalisierung als Standortfaktor

Wer jetzt nicht digitalisiert, hat schon verloren! Die Digitalisierung wird alle Wirtschaftsbranchen betreffen, stark beeinflussen und bestehende Wirtschaftsmuster tiefgreifend verändern. Der zukünftige Wettbewerb erfordert  Nutzerzentrierung, Risikobereitschaft und Pioniergeist.

Wir leben mitten im digitalen Zeitalter. Digitalisierung ist zu einem wichtigen Standortfaktor für Städte geworden. Studien belegen, dass stärker digitalisierte Städte tendenziell wirtschaftlich erfolgreicher sind. In Städten mit einem hohen Grad an Digitalisierung gibt es mehr Gewerbeanmeldungen, mehr hoch qualifizierte Beschäftigte, eine bessere Entwicklung der Gewerbesteuer, eine noch bessere Entwicklung der Beschäftigungszahlen u.v.m. Die Kommunen haben dies bereits erkannt, jedoch fehlt es an einer umfassenden Digitalisierungsstrategie. Erst mit einer solchen Strategie lassen sich konkrete Maßnahmen ausarbeiten. Zu den wichtigsten Punkten zählen sicher die Verbesserung der digitalen Infrastruktur durch Ausbau des Glasfasernetzes.

Die Landesregierung Baden-Württemberg will mit 12 Digitalkonferenzen das Thema „Digitale Zukunftskommune“ platzieren. Das Wirtschaftsforum Pro Ravensburg sieht es als Aufgabe der Stadt Ravensburg digitaler Vorreiter zu werden und beispielhaft für andere Kommunen voranzugehen und hat dies auch immer wieder in Gesprächen mit der Stadtverwaltung thematisiert. Ab Juli wird ein Digitalisierungsbeauftragter bei der Stadt eingestellt. Seine Aufgabe wird mit erster Priorität die Verbesserung der digitalen Infrastruktur. Hier gehört die Zukunft dem Glasfasernetz. Angesichts des aufkommenden Datenvolumens sowohl bei Bürgern wie bei Unternehmen ist der Glasfaserausbau Grundvoraussetzung für die zukünftige Leistungsfähigkeit und Attraktivität der kommunalen Infrastruktur. Weitere Aufgaben des Digitalisierungsbeauftragten werden u.a. die Unterstützung des Einzelhandels beim Onlinehandel, die Vernetzung mit anderen Kommunen sowie die Weiterentwicklung von Smart-City-Themen sein. Aber auch Themen wie zukünftige Bürgerbeteiligung durch Beteiligungsportale, vernetzte Mobilität/Verkehrssteuerung, Fragen der IT-Sicherheit und Datenschutz sowie Verbraucherschutz werden durch die neue Stabsstelle in der Stadtverwaltung abgedeckt.

Die Stadtverwaltung Ravensburg hat im Herbst 2017 die ersten Weichen gestellt. Eine Digitalisierungsstrategie wird 2018 entwickelt, mit dem Ziel den digitalen Fortschritt aktiv zu gestalten und voranzubringen. Die neue Marke für die Digitalisierung in Ravensburg lautet digital@rv. Das Projekt wird von der Firma City&Bits begleitet. Die Stadt Ravensburg hat sich mit diesem Vorhaben am Landeswettbewerb Digitale Zukunftskommune@bw beteiligt und wird nun vom Land mit einem Preisgeld in Höhe von 40.000 Euro unterstützt. Das Wirtschaftsforum Pro Ravensburg hat mit einer Absichtserklärung gegenüber der Stadtverwaltung eine enge Zusammenarbeit bei der Gestaltung des Digitalisierungsprozesses in Ravensburg zugesichert. Mit der Digitalisierung werden sich die Verwaltungsdienstleistungen aber auch die Zusammenarbeit mit zentralen Kooperationspartnern verändern. Sie ist zudem ein immer stärker werdender Standort- und Wettbewerbsfaktor. Ziel ist deshalb, den digitalen Wandel zu einem zentralen Aktionsfeld in Ravensburg zu machen.

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