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Wifo bezieht Stellung

Molldietetunnel schnell planen (20.10.2017)
Für den Wirtschaftsstandort Ravensburg ist der Molldietetunnel unverzichtbar, vor allem zur Lösung des riesigen  Ost-Westverkehrs, der sich täglich mitten durch die Innenstadt wälzt. Zwischen den Autobahnen A81 und A96 ist Ravensburg das Nadelöhr schlechthin. Beseitigen kann es nur der Molldietetunnel. Die Einstufung in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans war deshalb ein wichtiger Schritt.

Damit der Spatenstich für den Molldietetunnel erfolgen kann, müssen die Planungen für das Großprojekt schnell beginnen. Das Wifo dankt hier Oberbürgermeiste Dr. Daniel Rapp für sein konsequentes Eintreten für diese wichtige Infrastrukturmaßnahme und fordert das Land mit Nachdruck auf schnell die notwendigen Planungskapazitäten beim Regierungspräsidium Tübingen bereitzustellen. 

Von der baldigen Realisierung des Molldietetunnels profitiert die Wirtschaft, die stark belasteten Anwohner in der Wangener Straße aber auch die Eschacher und besonders die Oberhofener, ist sich das Wifo sicher. Die Wirtschaft braucht den Tunnel weil es dazu keine Alternative gibt und das Gefahrenpotenzial mit Verkehr und Schwerlastverkehr aus der Innenstadt muss. Und nicht zuletzt sind nur mit einem Molldietetunnel Einschränkungen des Verkehrs auf der Burgstraße, Beruhigungen an der Wangener Straße und eine Entlastung des Frauentors überhaupt denkbar und damit verbunden eine deutliche Verbesserung der Luftqualität in der Innenstadt.

Flughafen und Hotelangebot sind Sorgenkinder (Artikel in der Schwäbischen Zeitung vom 23.05.2017)
Die Ravensburger Wirtschaft will die "unglaublich dynamische" Entwicklung, die die Stadt derzeit erlebt, maßgeblich mitgestalten. Diesen Anspruch hat der Vorstand des Wirtschaftsforums Pro Ravensburg formuliert. Im unerwarteten Wachstum sieht das Wifo, das die Interessen von 335 Betrieben gegenüber Verwaltung und Kommunalpolitik vertritt, große Chancen, aber auch Risiken, so Vorstandssprecher Norbert Martin. Um bis zu 100 Einwohner jeden Monat ist Ravensburg zuletzt gewachsen, jedes Jahr entstehen in der Stadt derzeit 1000 neue Arbeitsplätze. Die Gewerbegebiete sind fast voll, die Verwaltung plant neue Baugebiete und muss in die Erweiterung von Kindergärten investieren. "Es ist richtig Dampf im Kessel. Das ist schön, bringt aber auch viele Veränderungen mit sich", sagte Martin in einem Pressegespräch. Für eine weitere Entwicklung des Wirtschaftstandortes Ravensburg sei es entscheidend, Ökonomie und Ökologie miteinander in Einklang zu bringen. Das Wifo fordere dafür einen "weiter konstruktiven Dialog" mit Verwaltung und Politik ein.

Auf Konfrontationskurs geht das Wifo dabei zum Bürgerforum Altstadt: Der Verein hatte vor Kurzem vor den Folgen eines aus seiner Sicht unkontrollierten Wachstums gewarnt und eine "Scheindemokratie" in der Stadt kritisiert. Martin: "Diese Einstellung halten wir für rückwärtsgewandt, außerdem können wir absolut keine Scheindemokratie erkennen." Kritik am Einfluss der Wirtschaft will das Wifo ohnehin nicht gelten lassen: "Es ist die Wirtschaft, die für diese Dynamik sorgt." Gleichwohl müsse die Kommune "gesund" weiterwachsen. Die Lebensqualität müsse obenan stehen, deshalb dürfe auch der angekündigte Luftreinhalteplan für Ravensburg nicht einfach abgetan werden. Das Wifo werde sich nicht gegen "vernünftige, machbare und zeitlich umsetzbare Maßnahmen wehren". Eine gute Erreichbarkeit der Innenstadt habe aber hohe Priorität.

Eine gute Verkehsanbindung und bezahlbare Wohnungen bleiben für die Wifo-Vorstände zentrale Themen. "Mit dem Ausbau der B 30, der Elektrifizierung der Südbahn und der Aufnahme des Molldietetunnels in den Bundesverkehrswegeplan sind wichtige Grundsteine gelegt worden", sagte Vorstandssprecher Florian Burk. Sorgen macht ihm aber der schwächelnde Flughafen Friedrichshafen: "Wir haben hier für unsere Unternehmen keine Kontinuität und eine schlechte Anbindung an den Rest der Republik." Thomas Reischmann, Wifo-Vorstandssprecher für den Handel und die Gastronomie, sieht eine Zuspitzung im Wettbewerb der Städte. Ravensburg habe sich hier dank einer gemeinsamen Marketingstrategie von Stadt und Wifo sehr gut aufgestellt. "Das zahlt sich aus. Wir sind als Einkaufsstadt Marktführer in der Region, unsere Kunden kommen auch aus Bad Waldsee und Biberach." Damit das so bleibt, "brauche es große zusammenhängende Gewerbeflächen in der Stadt. Verwaltung und Gemeinderat müssten sich für entsprechende Entwicklungen öffnen und zugleich mehr Manpower schaffen", glaubt Reischmann. Das gelte vor allem für das Bauamt, aber auch bei der Digitalisierung sei noch viel Luft nach oben. Das Wifo wiederholte seine Forderung nach einem Digitalbeauftragten der Stadt. Das Ravensburger Zentrum habe sich zuletzt auch wegen des neuen Gänsbühl-Centers gut entwickelt. Reischmann: "Jetzt muss noch der neue Gespinstmarkt kommen." Eine Fußgängerzone lehnt das Wifo in diesem Bereich ab. Froh sind die Händler, dass das gefürchtete Chaos durch die Schließung der Marienplatztiefgarage bisher nicht eingetreten sei. Die Stadt sei gut vorbereitet gewesen. Sorgen hingegen bereitet Reischmann und seinen Kollegen, dass die Pläne für ein Hotel im gehobenen Segment wieder nicht recht voranzukommen scheinen: "Weder am Hofgut Büchel noch beim Stadthotel tut sich derzeit erkennbar etwas."

Vor dem Hintergrund rasanter Veränderungen befasst sich das Wifo auch mit der Frage, ob Strategien wie der "Ravensburger Weg" neu ausgerichtet werden müssen. Eindeutig bleibe aber das grundsätzliche Bekenntnis von  "Innen nach Außen": "Einkaufszentren auf der grünen Wiese sind jetzt noch schädlicher als früher", so Thomas Reischmann.

Rede von Norbert Martin, Wifo-Vorstandssprecher am 21.02.2017 bei Wifo meets Schwäbische im Medienhaus
Große Freude herrscht bei Schwäbisch Media und Wifo über einen neuen Teilnehmerrekord mit über 300 Anmeldungen zum heutigen Abend. Jeder von Ihnen leistet einen Beitrag zum Erfolg unserer Stadt oder unserer Region. Stellvertretend für viele wichtige Persönlichkeiten begrüße ich den Bundestagsabgeordneten Waldemar Westermayer, den Landtagsabgeordneten August Schuler, Oberbürgermeister Dr. Daniel Rapp,  Oberbürgermeister der Stadt Weingarten Markus Ewald, Erster Bürgermeister Simon Blümcke, Baubürgermeister Dirk Bastin, Stadträtinnen und Stadträte von Ravensburg und Wirtschaftsförderer Andreas Senghas, den ich für seinen vorbildlichen Einsatz hier hervorheben möchte sowie Roland Roth von der Wetterwarte Süd. Und ich übermittle die Grüße von der Bundestagsabgeordneten Agnieska Brugger und des Ministers für Soziales und Integration von Baden Württemberg, Manne Lucha. Dank an Dr. Kurt Sabathil, Dr. Hendrik Groth, Michael Meyer-Böhm und Frank Hautumm für die gute Partnerschaft zwischen Schäbisch Media und dem Wirtschaftsforum Pro Ravensburg. 

Meine Damen und Herren Mitglieder des Wifo, exakt 335 ist unsere heutige Mitgliederzahl – auch dies ist ein neuer Rekord. Neue Mitglieder wie little Britain, Café Belazzo, Rollladen Bopp, Büchel Verwaltungs KG und das Großunternehmen RAFI in Berg, stehen für die breite Ausrichtung des Wifos vom Handel, über Handwerk, Freie Berufe, Gastronomie bis hin zur Industrie. Und letztlich eint uns ein Ziel: Eine attraktive, lebenswerte, vitale, wirtschaftlich prosperierende Stadt. Und wir tun alles dafür, die Attraktivität dieser Stadt auf allen Stadtmarketingkanälen zu kommunizieren, damit möglichst viele Menschen diese Stadt in der realen Welt erleben und genießen. Uns kommt zugute, dass die Sehnsucht nach Sich-Wohlfühlen in der realen Welt ungebrochen ist, ja sich vielleicht durch die Digitalisierung sogar noch verstärkt. Aber gleichzeitig fühlen viele von uns sich gerade, als seien sie zwischen Parallelwelten geraten oder in eine Epoche mit gänzlich anderen Regeln und Normen gelandet. Der Begriff „postfaktisches Zeitalter“ ist zu hören oder Zeitalter der Empörungsdemokratie – ich kann es nicht mehr hören. Alles Mumpitz!

Lassen Sie sich nicht täuschen und von dieser merkwürdigen Stimmung anstecken. Einer Stimmung , die im derzeitigen Lieblingswitz meines 10-jährigen Sohnes Ausdruck findet:  „Papa, es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht. Welche möchtest du zuerst hören?" "Die schlechte Nachricht!" (Mein Sohn weiß, dass ich als Banker zuerst nach der schlechten Nachricht frage.) Seine Antwort: "Es gibt keine gute Nachricht!“ Falsch! Es gibt viele gute Nachrichten. An den Finanzmärkten herrscht beste Stimmung. Sie sind unbeeindruckt von geopolitischen Irritationen. Nein, Fake News sind keine Erfindung dieses angeblichen postfaktischen Zeitalters. Alternative Fakten gab es auch schon in der Antike und Zeitungsschelte ist ebenfalls nicht neu. Von Winston Churchill stammt die Aussage: „Politiker, die sich über Zeitungen beschweren, sind wie Seefahrer, die sich über das Meer beschweren". Wir könnten dies noch auf unseren Gast Roland Roth von der Wetterwarte Süd und das Wetter ausweiten. Phänomene wie Donald Trumps Wahlerfolg, Brexit oder Marine Le Pen gab es schon immer. Allerdings sind sie in einer hochkomplexen globalisierten Welt weit weniger vorhersehbar als früher. Wirtschaftswissenschaftler sprechen neuerdings in Erweiterung von Talebs Schwarzen Schwänen von sogenannten „Roten Schwänen": Alles was anekdotisch vorstellbar ist, kann auch passieren". Anekdotisch heißt hier: ein Zufallsergebnis ohne systematische Fakten und ohne tieferen Zusammenhang. 

Aber was geschieht denn wirklich und welche Entscheidungsregeln helfen, diese komplexe globale Welt zu verstehen?  Mein Angebot ist die im Zweiten Weltkrieg verfasste Analyse von Karl Popper in seinem Werk „Die offene Gesellschaft und ihre Feinde“, zeitlos und brillant geschrieben. Danach befindet sich die menschliche Gesellschaft in einem ewigen Kampf zwischen zwei grundsätzlichen Gesellschaftsformen, einer offenen Gesellschaft, demokratisch und humanitär – und einer geschlossenen Gesellschaft, autoritär, ausgrenzend und einer Art stammesgeschichtlichem Idealbild folgend. Diese Stammesgesellschaft wurde in der Antike in Griechenland durch den Handel mit fremden Stämmen zum Vorläufer unserer abendländischen Zivilisation zu einer offenen demokratischen Gesellschaft entwickelt. Aber ähnlich, wie die Athener auf dem Höhepunkt ihres Wohlstandes ihre Demokratie zunächst zerstörten, scheint bis in unsere heutige Zeit eine Form von Sehnsucht nach einer umzäunten, geschützten, aber autoritären Stammesgesellschaft in den menschlichen Hinterköpfen zu stecken. Und je komplexer unsere globalisierte Welt wird, desto mehr Anhänger finden die Werber dieser Stammeswelt. 

Dier erste gute Nachricht ist, wir, die Vertreter der offenen Gesellschaft, sind die Mehrheit. Die zweite gute Nachricht ist, wir können etwas tun gegen die Feinde der offenen Gesellschaft, in dem wir Gesicht zeigen und Position beziehen für Demokratie, Meinungsfreiheit, Pressefreiheit und Humanität. Die schlechte Nachricht ist – wir müssen dies tun. Es reicht nicht mehr, in unserer kuscheligen Koje zu liegen und das Funktionieren unserer Demokratie anderen zu überlassen. Wir alle sind in der Verantwortung! Das Wifo steht für eine offene Gesellschaft, die Stadt Ravensburg steht als alte Handelsstadt für Weltoffenheit und Schwäbisch Media ist - wie insgesamt eine freie Presse - eines der unverzichtbaren Kraftwerke unserer offenen Gesellschaft. Stehen wir gemeinsam ein für den Erhalt und Ausbau unserer offenen Gesellschaft!
Norbert Martin

Bündnis für bezahlbaren Wohnraum (10.11.2016)
Das vom Ravensburger Gemeinderat verabschiedete Bündnis war auch beim 16. WirtschaftsForum am 8. November 2016 in der Zehntscheuer Thema. Zu Gast: Andreas Reisch, Geschäftsführer des Bauunternehmens Reisch. Schwäbische Zeitung

Marienplatztiefgarage wird umfassend saniert - Rund 1000 zusätzliche Parkplätze sichern gute Erreichbarkeit (24.10.2016)
Für das Wifo ist von zentraler Bedeutung, dass der Standort Innenstadt und die Einkaufsstadt Ravensburg in seiner Attraktivität und Zentralität in der Region gesichert werden. Das Wifo plädiert zusätzlich zu den Maßnahmen rund um die Sanierung der Marienplatztiefgarage, der Bereitstellung von Ersatzparkplätzen und Shuttle-Bussen für eine Aufstockung des Parkhauses Bahnstadt (P7) um zwei Ebenen. Dieser Vorschlag wird derzeit durch die Stadtverwaltung geprüft.

Mit dem Molldietetunnel kann nun geplant werden (15.08.2016)

Das Kabinett hat den Bundesverkehrswegeplan 2030 verabschiedet – und den Molldietetunnel nun als vordringlichen Bedarf definiert. Politisch betrachtet ist damit der Grundstein für eine positiv gestaltete Entwicklung der Innenstadt gelegt. Der Molldietetunnel wird neben der Entlastung von Engpässen und der damit einhergehenden Verbesserung der Luftqualität sich auch als Standortfaktor der Stadt Ravensburg positiv bemerkbar machen. Das Wifo bedankt sich herzlich bei Herrn Oberbürgermeister Dr. Rapp für sein unermüdliches Engagement und die hervorragende politische Arbeit. Das Wirtschaftsforum hatte im Vorfeld der Entscheidung in einem Brief vom 21. April 2016 an den Staatssekretär Norbert Barthle und Verkehrsminister Winfried Herrmann auf die Dringlichkeit des Molldietetunnels hingewiesen. 13 namhafte Firmenchefs haben mit Wifo-Vorstand Norbert Martin den Brief unterzeichnet. Der Molldiete-Tunnel werden für Planung und Bau rund 100 Millionen Euro veranschlagt.

Rund 30.000 Fahrzeuge befahren täglich die Ost-West-Verbindung zwischen der A 96 und den Bundesstraßenanschlüssen im Schussental – und das mitten durch die Ravensburger Innenstadt. Der Molldiete-Tunnel wird eine große Verbesserung der Lebensqualität für die Ravensburger Bürger bringen. Mit dem Bau des Molldiete-Tunnels wird ein Generationenwunsch erfüllt. Nicht nur die Innenstadt wird im Zuge eines geringeren Verkehrsaufkommens deutlich attraktiver, auch in Sachen Stadtentwicklung werden sich neue Chancen für zukunftsfähige Konzepte eröffnen. Die vordringliche Bedarfsstufe des Bauprojekts ist aber nicht zuletzt auch der gemeinsamen regionalen Prioritätenliste für die Bundesstraßen der Region zu verdanken, die vom Regionalverband Bodensee-Oberschwaben (Landkreise und Kommunen) und der IHK gemeinsam erarbeitet wurde, um geschlossen gegenüber dem Bund und dem Land die dringlichsten Projekte einzufordern.

Umbau Gespinstmarkt (22.06.2016)
Der Wettbewerb der Städte um die Gunst der Kunden und Besucher bleibt intensiv. Eine attraktive und vitale Innenstadt bildet die wesentliche Kraft für Image und wirtschaftliche Stärke einer Stadt. Der Gespinstmarkt ist ein wesentliches Verbindungsstück auf der Ost-West-Achse bzw. der Handelsachse zwischen Bachstraße und Gänsbühlcenter. Gleichzeitig ist dieser Stadtraum eine attraktive Handelslage mit Potenzial. Die Ravensburger Stadterneuerung und Stadtsanierung ist eine Erfolgsgeschichte. Die erfolgreiche Sanierung durch öffentliche und private Investitionen in den vergangenen 25 Jahren war und ist eine wesentliche Grundlage für die heutige Attraktivität, Vielfalt und Lebendigkeit der Ravensburger Innenstadt. Die Stadtsanierung von 1972 bis heute ist Teil des Ravensburger Weges. Seit Jahren setzt sich deshalb das Wifo auch für die Umgestaltung dieses letzten und wichtigen Sanierungsabschnitts in der Innenstadt ein.

Die Beteiligung von Bürgern und Interessengruppen im Vorfeld der Planung, professionell moderiert und gut vorbereitet, halten wir für die richtige Vorgehensweise. Ebenso daraus folgend die Erarbeitung von zwei alternativen Planungsvorschlägen durch zwei externe Planungsbüros. Mehrheitlich befürworten wir als Wifo den Planungsvorschlag des Münchener Planungsbüros Lohrer/Hochrein. Grundsätzlich gilt: Wir wollen im Zuge der Umgestaltung des Gespinstmarktes keine Fußgängerzone sondern ein verkehrsberuhigter Bereich bzw. Stadtraum mit hoher Aufenthaltsqualität. Eine lebendige Stadt braucht einen attraktiven Handel und nicht umgekehrt (was man am zunehmenden Onlinehandel und an der Entwicklung auf der Grünen Wiese sehen kann). Eine Umfrage nach den Gründen für einen Besuch der Innenstadt der CIMA München 2012 zeigt, dass gute Einkaufsmöglichkeiten  bei rund 70 Prozent der Befragten an vorderster Stelle stehen. Hierfür müssen für den Handel die Rahmenbedingungen aber stimmig sein. Die Erreichbarkeit der Oberstadt und des Gespinstmarkt muss für Zielbesucher und Kunden gut gewährleistet bleiben. Die moderate Reduzierung der Parkplätze verbunden mit einer deutlichen Aufwertung der Aufenthaltsqualität beim Umbau der Kirchstraße, Obere Breite Straße und Untere Breite Straße sind dafür beispielhaft. In beiden Workshop-Planungsentwürfen wird ein verkehrsberuhigter Bereich mit Tempo 7, 8-10 Parkplätze sowie Fahrradabstellplätze, aber keine Fußgängerzone vorgeschlagen. In Gesprächen mit anliegenden Geschäftsleuten im Einzelhandel bzw. Wifo Mitgliedern wurde  eine verkehrsberuhigte Zone klar favorisiert. Einhellige Meinung war, dass eine reine Fußgängerzone den Handelsstandort Gespinstmarkt deutlich verschlechtern würde.

Der Gespinstmarkt muss Zielort sein für Einkaufen mit hoher Aufenthaltsqualität, guter Erreichbarkeit und Nutzungsvielfalt (Wochenmarkt, Veranstaltungen, Begegnungs- und Erholungsraum). Die Lösung Verkehrsberuhigter Bereich würde die unterschiedlichen Interessen zu einem vernünftigen Kompromiss bringen und die Erlebnis- und Einkaufsstadt Ravensburg insgesamt stärken.

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