Mehr Sicherheit beim Rad fahren
Stadt schnürt präventives Maßnahmenpaket
Ravensburg - Das Wetter passt – im Stadtgebiet sind wieder hunderte Ravensburgerinnen und Ravensburger mit dem Fahrrad unterwegs. Nicht immer laufen dabei die Begegnungen mit den anderen Verkehrsteilnehmern konfliktfrei ab. Die Stadt beginnt mit Aktionen zur Verkehrssicherheit rund um's Thema "Fahrradfahren".
Ravensburg ist eine fahrradfreundliche Stadt. Fußgängerzonen und viele Einbahnstraßen sind für die Radler freigegeben. Das ist nicht überall so, viele Städte sind hier viel strenger. Zu schnelle und rücksichtslose Radler gibt's auch in Ravensburg. Vom städtischen Ordnungsamt wurde deshalb zum Saisonstart ein Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht, das auf eine Erhöhung der Radfahrsicherheit und ein konfliktfreieres Miteinander abzielt. Die Stadt arbeitet dazu wie schon in früheren Jahren mit den Verkehrspsychologen des Umweltforschungs-instituts Tübingen (ufit) zusammen.
Gemeinsam mit der Kuppelnauschule werden im Laufe des Jahres praxisorientierte Module für Schüler entwickelt. Die Jugendlichen sollen dabei sicheres Radeln rund um ihre Schule einüben und sich beispielsweise auch in den für Radfahrer freigegebenen Einbahnstraßen der Innenstadt sicher bewegen können. Parallel dazu wird der städtische Vollzugsdienst erhöhte Präsenz rund um den Marienplatz zeigen.
„Schrittgeschwindigkeit in der Fußgängerzone - natürlich auch für Radfahrer“ lautet dabei die Botschaft und rasende Radler müssen hier mit systematisch durchgeführten Anhaltekontrollen rechnen. Die Stadtverwaltung setzt sich außerdem für strukturelle Verbesserungen der Radfahrsicherheit ein. Dazu findet im Juli eine Radsicherheitsfahrt zusammen mit der „Agendagruppe Rad“ statt. Darüberhinaus wird geprüft, wie es mit guten Abstellanlagen, insbesondere an den Ravensburger Schulen, aussieht.
„D’r Andere bin doch i“ lautet das Motto für eine Aktion, mit der die Stadt im Laufe des Jahres Werbung macht für gegenseitiges Verständnis und die verschiedenen, wechselnden Rollen der Verkehrteilnehmer.
„Das ‚Ärgern über den Anderen’ lässt sich vor allem durch Gelassenheit und gegenseitige Rücksichtnahme reduzieren“ argumentiert dazu Siegfried Schöpfer, Leiter des städtischen Ordnungsamtes, „insbesondere wenn man sich vor Augen führt, dass man selbst ja mehrmals täglich sowohl als Autofahrer und Fußgänger und gegebenenfalls auch als Radfahrer unterwegs ist.
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